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GOZ 3125a - Knochendeckelmethode im Rahmen einer WSR - BZÄK

Analogleistung nach § 6 Abs. 1 GOZ - Ziffernvorschlag durch Zahnarztrechnung.info

Beschreibung Kriterium erfüllt?
... ist in der Analogliste der BZÄK enthalten? Ja
... ist in KEINER anderen geöffneten Leistung der GOZ / GOÄ enthalten? Ja, in keiner enthalten.
... beansprucht einen eigenen Zeitabschnitt? Ja.
... benötigt eigenes Instrumentarium / besondere Ausbildung? Ja.
... ist NICHT besondere Ausführungsart einer anderen Leistung? Ja, ist es nicht.
... ist NICHT immer mit einer anderen Leistung nötig? Ja, ist nicht immer nötig.

Praxis - Tipps!

Denken Sie daran...

  • die WSR und den zugehörigen OP-Zuschlag natürlich zusätzlich anzusetzen.

Hier finden Sie unser Berechnungsbeispiel...

Das ist natürlich nur ein Beispiel, Sie sollten daran Ihre Werte überprüfen und evtl. eine für Ihre Praxis angemessene Vergleichsposition heraussuchen, je mehr Praxen jedoch die gleichen Ziffern benutzen, um so besser ist die Position der Versicherten.

Näheres zur Erstellung Ihres Katalogs analoger Leistungen finden Sie hier.

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Unser Vorschlag für eine Analogposition

Nach unserer Berechnung liegen die Kosten bei ca. € 79,-.

Wir schlagen daher als Vergleichsposition vor:

Beschreibung Punkte

1 - fach

 2,3-fach

3125a - Knochendeckelmethode im Rahmen einer WSR;

Analogposition nach GOZ § 6 Abs. 1 im Katalog der Bundeszahnärztekammer;

entsprechend GOZ 3160: Transplantation eines Zahnes;

650

€ 36,56

€ 84,08

Im einfacher gelagerten Fall kann der Faktor abgesenkt werden.

Information für Patienten: Analogpositionen sind immer praxisabhängig zu bewerten. Je nach Kostenstruktur, Ausbildung etc. können die Kosten stark variieren!

  • Unser Kommentar
  • Für eine Wurzelspitzenkappung kann der bedeckende Knochen entweder großzügig weggefräst werden oder es wird mit feinen Sägeschnitten ein Knochendeckel umgrenzt und anschließend abgehoben. Nach Lagerung in steriler Kochsalzlösung o.Ä. kann dieser Deckel dann häufig zurückgesetzt werden und so die Chancen auf eine knöcherne Ausheilung verbessern, während die Risiken einer narbigen Ausheilung sinken.

    Da die Leistung in GOZ und GOÄ nicht beschrieben ist, bleibt nur die vergleichende Abrechnung.

  • BZÄK
  • Die Bundeszahnärztekammer führt die

    "Knochendeckelmethode im Rahmen einer WSR"

    unter "Abschnitt D - Chirurgie"

    in ihrem Katalog selbständiger zahnärztlicher gemäß § 6 Abs. 1 GOZ analog zu berechnender Leistungen auf.

  • PKV-Verband
  • Der PKV-Verband kommentiert:

    "Die Wurzelspitzenresektion ist bereits mit den Nummern 3110 und 3120 in der GOZ abgebildet. Eine besondere Ausführung einer Operation rechtfertigt keine Analogberechnung. Der höhere Aufwand kann durch die Anpassung des Bemessungsfaktors abgegolten werden. "

    Mit den ersten beiden Sätzen hat der PKV-Verband recht, die Knochendeckelmethode stellt jedoch keine besondere Ausführung der WSR dar.

    Wie auch das Entfernen einer Zyste an der Wurzelspitze mit der GOZ 3190 oder der Aufbau zystischer Knochendefekte mit der 3047a, die retrograde Wurzelfüllung mit der 2410 + 2440 als selbständige Leistungen abzurechnen sind, obwohl sie häufiger in einem Zug mit der WSR erbracht werden, so ist auch die Knochendeckelmethode keine besondere Ausführungsart, sondern eine selbständige Leistung, denn

    • sie beansprucht einen eigenen Zeitraum für die Einsägung, Meißelung, Abhebung, Lagerung und das Zurücksetzen des Knochendeckels,
    • sie bedingt besondere Geräte (Knochensäge, Meißel) und Verbrauchsmaterial (diamantierte Trennscheibe)
    • sie ist weder bei einer WSR noch bei einem Sinuslift o.ä. zwingend notwendig
    • sie ist in keiner anderen Leistung beschrieben.
  • GKV & GOZ?
  • Diese Leistung ist im Sachleistungskatalog der GKV nicht enthalten und kann ausschließlich privat berechnet werden.

Für eine Wurzelspitzenkappung kann der bedeckende Knochen entweder großzügig weggefräst werden oder es wird mit feinen Sägeschnitten ein Knochendeckel umgrenzt und anschließend abgehoben. Nach Lagerung in steriler Kochsalzlösung o.Ä. kann dieser Deckel dann häufig zurückgesetzt werden und so die Chancen auf eine knöcherne Ausheilung verbessern, während die Risiken einer narbigen Ausheilung sinken.

Da die Leistung in GOZ und GOÄ nicht beschrieben ist, bleibt nur die vergleichende Abrechnung.

Die Bundeszahnärztekammer führt die

"Knochendeckelmethode im Rahmen einer WSR"

unter "Abschnitt D - Chirurgie"

in ihrem Katalog selbständiger zahnärztlicher gemäß § 6 Abs. 1 GOZ analog zu berechnender Leistungen auf.

Der PKV-Verband kommentiert:

"Die Wurzelspitzenresektion ist bereits mit den Nummern 3110 und 3120 in der GOZ abgebildet. Eine besondere Ausführung einer Operation rechtfertigt keine Analogberechnung. Der höhere Aufwand kann durch die Anpassung des Bemessungsfaktors abgegolten werden. "

Mit den ersten beiden Sätzen hat der PKV-Verband recht, die Knochendeckelmethode stellt jedoch keine besondere Ausführung der WSR dar.

Wie auch das Entfernen einer Zyste an der Wurzelspitze mit der GOZ 3190 oder der Aufbau zystischer Knochendefekte mit der 3047a, die retrograde Wurzelfüllung mit der 2410 + 2440 als selbständige Leistungen abzurechnen sind, obwohl sie häufiger in einem Zug mit der WSR erbracht werden, so ist auch die Knochendeckelmethode keine besondere Ausführungsart, sondern eine selbständige Leistung, denn

  • sie beansprucht einen eigenen Zeitraum für die Einsägung, Meißelung, Abhebung, Lagerung und das Zurücksetzen des Knochendeckels,
  • sie bedingt besondere Geräte (Knochensäge, Meißel) und Verbrauchsmaterial (diamantierte Trennscheibe)
  • sie ist weder bei einer WSR noch bei einem Sinuslift o.ä. zwingend notwendig
  • sie ist in keiner anderen Leistung beschrieben.

Diese Leistung ist im Sachleistungskatalog der GKV nicht enthalten und kann ausschließlich privat berechnet werden.

 

typische Probleme mit Kostenerstattern und passende Textbausteine

Für Ihren Widerspruch beim Kostenerstatter sinnvolle Texte einfach mit der Maus markieren, kopieren (Strg+C) und in Ihr Schreiben an Ihre Versicherung einfügen (Strg+V)!

Kostenerstatter: "Die Deckelmethode ist keine selbständige Leistung."

Wie auch das Entfernen einer Zyste an der Wurzelspitze mit der GOZ 3190 oder der Aufbau zystischer Knochendefekte mit der 3047a, die retrograde Wurzelfüllung mit der 2410 + 2440 als selbständige Leistungen abzurechnen sind, obwohl sie häufiger in einem Zug mit der WSR erbracht werden, so ist auch die Knochendeckelmethode keine besondere Ausfpührungsart, sondern eine selbständige Leistung, denn
- sie beansprucht einen eigenen Zeitraum für die Einsägung, Meißelung, Abhebung, Lagerung und das Zurücksetzen des Knochendeckels,
- sie bedingt besondere Geräte (Knochensäge, Meißel) und Verbrauchsmaterial (diamantierte Trennscheibe)
- sie ist weder bei einer WSR noch bei einem Sinuslift o.ä. zwingend notwendig
- sie ist in keiner anderen Leistung beschrieben.

Daher erfüllt sie alle Kriterien einer selbständigen Leistung, sie ist auch nicht in GOZ oder GOÄ beschrieben.


Die Bundeszahnärztekammer führt die Leistung ebenso in ihrem Katalog selbständiger analog abzurechnender Leistungen nach GOZ § 6.

Da ich bei Ihnen für die Erstattung von medizinischen Leistungen nach Maßgabe der GOZ und GOÄ versichert bin, fordere ich Sie also auf, ihrer vertraglichen Pflicht nachzukommen und diese korrekt vergleichend abgerechnete Leistung nunmehr zu erstatten.

Die Rechnung meiner Praxis ist korrekt erstellt, sie ist fällig, Gleiches gilt für die Erstattung nach Tarif.

Kostenerstatter: " Die Leistung ist Teil einer anderen Zielleistung und nicht gesondert berechenbar."

Der Begriff "Zielleistung" umschreibt, dass eine kleine Leistung Teil der notwendigen Behandlungsschritte ist, um eine größere Leistung, die das Ziel ist, zu erbringen.

Das bedeutet, dass die Zielleistung in der Regel nicht ohne diese kleine Leistung erreichbar ist und/oder dass die Einzelleistung in der Leistungsbeschreibung der "Zielleistung" enthalten ist.

"Zielleistung" heißt nicht, dass alle in einer Sitzung erbrachten Leistungen einer einzigen abzurechnenden Leistung zuzuordnen wären.

Des Prinzip der Einzelleistungsvergütung besagt hingegen, dass selbständige und nicht in einer anderen Leistung inbegriffene Leistungen nebeneinander abzurechnen sind, um am Ende für einen fairen Interessenausgleich zu führen, während die Ausübung der Medizin nicht durch Kostengesichtspunkte behindert werden soll.
Die Knochendeckelmethode ist in keiner Leistungsbeschreibung von GOZ oder GOÄ abgebildet, sie ist auch nicht regelmäßig zur Erbringung einer anderen Leistung zwingend notwendig, sie kann also nicht Teil einer anderen Zielleistung sein.

Daher fordere ich Sie auf, die korrekt analog berechnete Leistung zu erstatten oder mir nachzuweisen, dass die Knochendeckelmethode im Text einer Leistungsbeschreibung enthalten ist.

Kostenerstatter: "Die verglichene Leistungsposition ist zu teuer, wir erstatten nur einen niedrigeren Betrag."

Die Auswahl einer Analogposition ist nach § 6 Abs. 2 GOZ dem behandelnden Zahnarzt überlassen.

Mir wurde durch meinen Behandler der Zugang zum Portal www.zahnarztrechnung.info zur Verfügung gestellt, ich konnte dort anhand beispielhafter Berechnungen die Gleichwertigkeit der zum Vergleich herangezogenen Leistung nachvollziehen.

Wenn Sie Zweifel an der Berechtigung der Höhe der Analogabrechnung haben, so steht Ihnen der Weg über ein unabhängiges Kammergutachten offen, die Meinung eines durch Sie wiederholt für Beratungen bezahlten Zahnarztes würde keine neutrale Beurteilung darstellen.

Ich sehe derzeit nicht, auf welcher Rechtsgrundlage Sie eine Erstattung der korrekten Analogabrechnung verweigern wollen.

Die Rechnung ist korrekt ausgestellt, sie ist fällig, Gleiches gilt für die Erstattungspflicht nach Tarif.

Kostenerstatter: "Die Leistung ist nicht medizinisch notwendig."

weitere Textbausteine zur medizinischen Notwendigkeit finden Sie hier.

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