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GOZ 0108a - Anwendung von Pulsoxymetrie - GOÄ 602 nicht geöffnet - BZÄK

Analogleistung nach § 6 Abs. 1 GOZ - Ziffernvorschlag durch Zahnarztrechnung.info

Beschreibung Kriterium erfüllt?
... ist in der Analogliste der BZÄK enthalten? Ja.
... ist in KEINER anderen geöffneten Leistung der GOZ / GOÄ enthalten? Ja, in keiner enthalten.
... beansprucht einen eigenen Zeitabschnitt? Ja.
... benötigt eigenes Instrumentarium / besondere Ausbildung? Ja.
... ist NICHT besondere Ausführungsart einer anderen Leistung? Ja, ist es nicht.
... ist NICHT immer mit einer anderen Leistung nötig? Ja, ist nicht immer nötig.

Praxis - Tipps!

Denken Sie daran...

  • die 0108a in Ihre HKP-Vorlagen für Analgosedierungen nach GOZ 0107a aufzunehmen! 

Hier finden Sie unser Berechnungsbeispiel...

Das ist natürlich nur ein Beispiel, Sie sollten daran Ihre Werte überprüfen und evtl. eine andere für Ihre Praxis angemessene Vergleichsposition heraussuchen, je mehr Praxen jedoch die gleichen Ziffern benutzen, um so besser ist die Position der Versicherten. Näheres zur Erstellung Ihres Katalogs analoger Leistungen finden Sie hier.

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Unser Vorschlag für eine Analogposition

Nach unserer Berechnung liegen die Kosten bei € 49,- für eine Stunde.

Wir schlagen daher folgende Analogposition vor:

Beschreibung Punkte  1-fach 2,3-fach

0108a - Anwendung von Pulsoxymetrie;

Analogposition nach GOZ § 6 Abs. 1 im Katalog der Bundeszahnärztekammer;

entsprechend GOZ 2410: Aufbereitung eines Wurzelkanals, auch retrograd

392  € 22,05 € 50,71

Information für Patienten: Analogpositionen sind immer praxisabhängig zu bewerten. Je nach Kostenstruktur, Ausbildung etc. können die Kosten stark variieren!

  • Unser Kommentar
  • Pulsoxymetrie bedeutet, dass sowohl der Herzschlag (Puls) gemessen wird, als auch die Menge des Sauerstoffs (Oxygenium) im Blut.

    Dies geschieht i.d.R. über einen sanft auf einen Finger geklammerten Sensor.

    Zumeist wird der Herzschlag über einen Ton angezeigt, die Tonhöhe verändert sich mit dem Sauerstoffgehalt des Blutes. Fällt einer der gemessenen Werte aus dem Rahmen, so gibt das Gerät Alarm.

    Pulsoxymeter werden z.B. während und nach Sedierungen benutzt, um die Lebensfunktionen (Vitalfunktionen) dauernd überwachen zu können.

    Die Bundeszahnärztekammer hat die Pulsoxymetrie in ihren Katalog der selbständigen zahnärztlichen Leistungen aufgenommen.

  • BZÄK
  • Die Bundeszahnärztekammer führt die

    "Anwendung von Pulsoxymetrie"

    unter "Abschnitt A - Allgemein zahnärztliche Leistungen"

    in ihrem Katalog selbständiger zahnärztlicher gemäß § 6 Abs. 1 GOZ analog zu berechnender Leistungen auf.

  • PKV-Verband
  • In seinem Kommentar praxisrelevanter Analogabrechnungen kommentiert der PKV-Verband:

    "Die Oximetrie ist keine Standarduntersuchung in der Zahnmedizin. Falls sie im Rahmen einer Narkose indiziert ist, kann der Anästhesist die GOÄ-Nr. 602 originär berechnen."

    Unser Kommentar: beide Sätze des PKV-Verband sind richtig. Sie sollen womöglich jedoch suggerieren, dass ein Zahnarzt nicht zur Messung des Sauerstoffgehalts im Blut befugt sei, a) weil es für ihn keine Abrechnungsposition gibt und b) weil das keine Zahnmedizin sei.

    Auch, wenn die Leistung nicht in jeder Zahnarztpraxis ausgeführt wird, darf und muss sie im Rahmen manch einer Behandlung doch vom Zahnarzt erbracht werden, und sie muss dann auch berechnet werden. Auch Zahnärzte sind befugt, z.B. Sedierungen oder Lachgasanwendungen auszuführen, hierbei ist ggf. eine Kontrolle des Sauerstoffgehalts im Blut notwendig.

    Dass die Pulsoximetrie in der GOÄ für Zahnärzte nicht geöffnet ist, heißt also nicht, dass eine solche Leistung für Zahnärzte verboten wäre, die Gebührenordnungen regeln Abrechnungsfragen, keine berufsrechtlichen Aspekte.

    Dass die Pulsoximetrie in der GOÄ nicht für Zahnärzte geöffnet ist, führt dazu, dass die Bedingungen für eine Analogabrechnung erfüllt sind.

  • GKV & GOZ?
  • Diese Leistung ist im Sachleistungskatalog der GKV nicht enthalten und kann ausschließlich privat berechnet werden.

Pulsoxymetrie bedeutet, dass sowohl der Herzschlag (Puls) gemessen wird, als auch die Menge des Sauerstoffs (Oxygenium) im Blut.

Dies geschieht i.d.R. über einen sanft auf einen Finger geklammerten Sensor.

Zumeist wird der Herzschlag über einen Ton angezeigt, die Tonhöhe verändert sich mit dem Sauerstoffgehalt des Blutes. Fällt einer der gemessenen Werte aus dem Rahmen, so gibt das Gerät Alarm.

Pulsoxymeter werden z.B. während und nach Sedierungen benutzt, um die Lebensfunktionen (Vitalfunktionen) dauernd überwachen zu können.

Die Bundeszahnärztekammer hat die Pulsoxymetrie in ihren Katalog der selbständigen zahnärztlichen Leistungen aufgenommen.

Die Bundeszahnärztekammer führt die

"Anwendung von Pulsoxymetrie"

unter "Abschnitt A - Allgemein zahnärztliche Leistungen"

in ihrem Katalog selbständiger zahnärztlicher gemäß § 6 Abs. 1 GOZ analog zu berechnender Leistungen auf.

In seinem Kommentar praxisrelevanter Analogabrechnungen kommentiert der PKV-Verband:

"Die Oximetrie ist keine Standarduntersuchung in der Zahnmedizin. Falls sie im Rahmen einer Narkose indiziert ist, kann der Anästhesist die GOÄ-Nr. 602 originär berechnen."

Unser Kommentar: beide Sätze des PKV-Verband sind richtig. Sie sollen womöglich jedoch suggerieren, dass ein Zahnarzt nicht zur Messung des Sauerstoffgehalts im Blut befugt sei, a) weil es für ihn keine Abrechnungsposition gibt und b) weil das keine Zahnmedizin sei.

Auch, wenn die Leistung nicht in jeder Zahnarztpraxis ausgeführt wird, darf und muss sie im Rahmen manch einer Behandlung doch vom Zahnarzt erbracht werden, und sie muss dann auch berechnet werden. Auch Zahnärzte sind befugt, z.B. Sedierungen oder Lachgasanwendungen auszuführen, hierbei ist ggf. eine Kontrolle des Sauerstoffgehalts im Blut notwendig.

Dass die Pulsoximetrie in der GOÄ für Zahnärzte nicht geöffnet ist, heißt also nicht, dass eine solche Leistung für Zahnärzte verboten wäre, die Gebührenordnungen regeln Abrechnungsfragen, keine berufsrechtlichen Aspekte.

Dass die Pulsoximetrie in der GOÄ nicht für Zahnärzte geöffnet ist, führt dazu, dass die Bedingungen für eine Analogabrechnung erfüllt sind.

Diese Leistung ist im Sachleistungskatalog der GKV nicht enthalten und kann ausschließlich privat berechnet werden.

 

typische Probleme mit Kostenerstattern und passende Textbausteine

Für Ihren Widerspruch beim Kostenerstatter sinnvolle Texte einfach mit der Maus markieren, kopieren (Strg+C) und in Ihr Schreiben an Ihre Versicherung einfügen (Strg+V)!

Kostenerstatter: "Pulsoximetrie ist Zahnärzten nicht gestattet / die Abrechnungsposition ist für Zahnärzte gesperrt."

Seit jeher führen Zahnärzte - in unterschiedlichem Maß - Behandlungen auch unter Beruhigung (Sedierung) oder Lachgasanwendung durch. Es gehört zu den Verpflichtungen der Zahnärzte, hierbei auch die Vitalfunktionen zu überwachen.
Die Tatsache, dass mit der Gebührenordnungsnovellierung weitere Bereiche der GOÄ für den zahnärztlichen Zugriff gesperrt wurden, hat lediglich Konsequenzen für die Abrechnung, nicht für die Befugnis, einzelne Behandlungen auszuführen.
Da keine für Zahnärzte zugriffsfähige Position für die Pulsoximetrie in GOZ oder GOÄ besteht, treffen die Bedingungen für die Analogabrechnung nach § 6 der GOZ zu.
Die Pulsoximetrie ist zudem eine Leistung, die die Bundeszahnärztekammer in ihrem Katalog selbständiger, analog abzurechnender zahnärztlicher Leistungen aufführt.
Wollen Sie die Gültigkeit der Abrechnung bestreiten, so steht Ihnen der Weg über ein unabhängiges Kammergutachten offen, die Meinung eines durch Sie wiederholt für Beratungen bezahlten Zahnarztes würde keine neutrale Beurteilung darstellen.
Ich sehe derzeit nicht, auf welcher Rechtsgrundlage Sie eine Erstattung der korrekten Analogabrechnung verweigern wollen.
Es liegt eine korrekte Liquidation vor, sie ist zur Zahlung fällig und auch zur Erstattung nach Tarif.

Fragen - Anregungen - Tipps?

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